Abschlussbericht zum khd-Einsatz

in Nordmazedonien

am 04. - 14. August 2021




Ankunft des TLFA am 14. August:


Link zum Updateticker:

Am 4. August gegen 22:00 Uhr wurden wir vom Landesfeuerwehrverband Steiermark zum Katastrophenhilfsdiensteinsatz (KHD-Einsatz) nach Nordmazedonien alarmiert. Die Herausforderung dahingehend war, dass die Abfahrt bereits am nächsten Tag um 8 Uhr mit dem TLF-A 4000 und 3 Mitglieder stattfand. Wir konnten diese Anforderungen in dieser sehr kurzen Zeit erfüllen und standen um 7 Uhr mit dem TLF-A 4000 und Besatzung in der Feuerwehrschule Lebring zum „Einchecken“ für diesen Einsatz. Hier wurde ein Corona-Test durchgeführt, die notwendigen Reisedokumente kontrolliert und die ersten bekannten Informationen über diesen Einsatz weitergegeben.

 

Um 8 Uhr machte sich die KHD-Einheit, bestehend aus rund 20 Fahrzeugen, Richtung Nordmazedonien auf, um so rasch als möglich vor Ort zu sein und den Einsatzauftrag zu starten. Die Route ging über Slowenien, Kroatien, Serbien nach Nordmazedonien. Diese Strecke von rund 1200km wurde durchgehend mit den Fahrzeugen zurückgelegt. Nach ungefähr 22 Stunden erreichten wir unseren Einsatzraum. Bereits beim Eintreffen wurden wir sehnlichst erwartet und gingen gleich direkt in den Einsatz. Es bestand die Gefahr, dass der Waldbrand auf ein Dorf trifft und dieses vernichtet. Trotz Müdigkeit durch die lange Anreise rüsteten wir uns umgehend aus und begaben uns direkt zu diesem Dorf. Durch unser rasches Eingreifen konnte der Waldbrand so weit abgewehrt werden, dass dieses Dorf kein Raub der Flammen wurde. Das sollte aber nicht das einzige Dorf an diesem Tag bleiben, was wir vor dem Waldbrand retten konnten. Gegen 17:00 Uhr bekamen wir bereits für unsere Einheit den nächsten Auftrag das Nachbardorf ebenfalls vor dem Waldbrand zu retten. Auch dies gelang uns in letzter Sekunde mit den Kräften aus Niederösterreich und Slowenien.

 

Nachdem sich die Lage vor Ort dramatischer als zuerst angenommen darstellte, wurde bereits an einer Verlängerung des Einsatzes geplant und eine Ablöse für die eingesetzten Kräfte gesucht.

 

Die Aufgabe der KHD-Kräfte aus der Steiermark war im Sicherstellen der Wasserversorgung für die Brandbekämpfung. Dieses wurde vom Ortskern mit den Tanklöschfahrzeugen zu den Kräften aus Niederösterreich auf den Berg transportiert, die dort die Waldbrandbekämpfung durchführten und die Behälter für den Hubschraubereinsatz aufbauten. Um die Schlauchleitungen so kurz als möglich zu halten, fuhren die Tanklöschfahrzeuge soweit es möglich war auf die Berge. Dies verlangte unseren Fahrern das gesamte Wissen über das Fahrzeug und Fahrkenntnisse ab, um wieder sicher im Tal anzukommen.

Hierbei konnte durch die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte ein weiteres Dorf vor dem Waldbrand gerettet werden.

 

Es wurden bei diesem Einsatz die Mannschaft dreimal ausgetauscht, um im Einsatzgebiet durchgehend schlagkräftig zu bleiben. Die nachrückende Besatzung wurde von Wien nach Skopje geflogen, und von dort mit Bussen zum Basislager gebracht. Umgekehrt fand es für die ablösende Mannschaft statt. Diese wurde mit Bussen beim Lager abgeholt und flogen dann anschließend nach Wien. Am Flughafen in Skopje hatten beide Besatzungen Zeit sich auszutauschen und Informationen über den Einsatz und des Fahrzeuges auszutauschen.

 

 

Die drei Besatzungsmitglieder bestanden aus:

1. Besatzung

  • ABI     HAPPER Kurt
  • OBI    HAPPER Jürgen
  • HLM  HUBMANN Walter

2. Besatzung

  • HBM  ROSSMANN Markus
  • LM      VRISK Patrick

(dritter Fahrer war nicht notwendig, da eine Heimreise nicht stattfand)

3. Besatzung

  • ABI     HAPPER Kurt
  • HBM  HUBMANN Franz
  • LM      SKRINJER Daniel

Der Einsatz war bis Samstag am Abend mit anschließender Heimreise geplant.

Durch eintretenden Regen, Wetterbegünstigungen und unsere hervorragende Arbeit vor Ort konnte der Einsatz jedoch bereits Freitag zu Mittag in Nordmazedonien beendet werden und die Heimreise angetreten werden. Die dritte Besatzung und das TLF-A 4000 trafen gegen 12 Uhr wieder im Feuerwehrhaus Kaindorf an der Sulm ein, wo sie würdig von ihren Kameraden empfangen wurde.

 

Als Abschluss ist zu erwähnen, dass die Feuerwehr Kaindorf an der Sulm während des KHD-Einsatzes jederzeit einsatzbereit war. So wurden wir in der Zwischenzeit zu drei Einsätzen im Ortsgebiet alarmiert und konnten diese ebenfalls in gewohnter Weise abarbeiten.


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